Verstecke für Ihre Wachteln – Wo fühlen Wachteln sich wirklich wohl?

Das Thema Verstecke sorgt immer wieder dafür, dass Kunden sich ratlos an uns wenden. Brauchen Wachteln wirklich Verstecke? Und wenn ja, wie viele? Und was für welche? Gibt es die passenden Verstecke zu kaufen? Was kann ich für meine Wachteln selber bauen? Und wie sollten die optimalen Wachtelverstecke überhaupt aussehen?

Wie bereits bei Facebook versprochen, schauen wir uns dieses Thema nun in einem extra Blogbeitrag ganz in Ruhe an.

Wachteln brauchen Verstecke

Die wildlebenden Wachteln sind Dickichtbewohner. Zwischen Ästen, Gestrüpp und Erdhaufen finden sie nicht nur jede Menge an leckeren Krabbeltierchen. Sie finden vor allem auch Schutz vor Fressfeinden. Und davon haben gerade Wachteln allerhand! Egal ob Fuchs oder Marder, Habicht oder Ratte, sogar Mauswiesel: Alle lieben Wachteln.

Auch wenn unsere domestizierte Legewachtel sich in vielen Charakterzügen zweifelsohne von der Wildform entfernt hat, so ist ihnen dieser Urinstinkt noch eigen. Keine Wachtel fühlt sich wohl, wenn sie auf dem Präsentierteller gehalten wird. Ein aufgeräumter, ordentlicher Stall, wo außer Trog und Tränke nichts steht, mag für den Menschen attraktiv sein. Aber nicht für Wachteln. Sie möchten sich zurückziehen und verstecken können. Sie möchten Artgenossen aus dem Weg gehen können. Sie möchten sich in ihrem eigenen Tempo dem Menschen annähern. Sie möchten Angst haben dürfen. Und faszinierender Weise kann man beobachten: Je mehr sie das dürfen, je mehr Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten sie haben, desto entspannter sind die Tiere!

Versteck ist nicht gleich Versteck

Versteck bedeutet, dass die Tiere die Möglichkeit haben, sich zu verstecken. Klingt trivial? Ist es aber nicht! Denn immer noch gibt es viele Wachtelhalter, die ihren Wachteln 1 oder 2 lichte Äste in den Stall geben und sich sicher sind, für ausreichend Verstecke gesorgt zu haben. Das genügt Ihren Tieren nicht. Eigentlich kann man sogar sagen: Je mehr Verstecke, desto besser! Egal ob Äste oder Häuser, Tunnel oder Nester, Strohhaufen oder umgekippter Korb: Je naturnäher Ihre Tiere gehalten werden, desto besser ist es. Seien Sie also gern kreativ und toben sich aus.

Wie viele Verstecke brauchen Wachteln?

Das ist sicherlich schwerlich zu beantworten. Denn es hängt von vielen Faktoren ab:

  • Wie groß ist der Stall?
  • Wie ist der Stall aufgebaut?
  • Wie viele Tiere gibt es?

Eine selbstkreierte Faustregel lautet schlicht: Es muss gemütlich aussehen. Und die Wachteln müssen die Möglichkeit haben, sich komplett aus den Augen gehen zu können. Das trägt zusätzlich auch zu einer merklich besseren Gruppenharmonie bei.

Welche Verstecke eignen sich für Wachteln?

Wachteln sind bzgl. Ihrer Verstecke relativ bescheiden. Wichtig ist: Es dürfen keinerlei Nägel oder Splitter eine potenzielle Verletzungsgefahr für die Tiere darstellen. Auch scharfe Kanten und Ecken sind unbedingt zu vermeiden. Das Verletzungsrisiko von Wachteln ist durch ihre zum Teil recht unbeholfenen Flugversuche zusätzlich erhöht.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich mittlerweile über eine große Auswahl an wachtelgeeigneten Verstecken freuen, die man unkompliziert kaufen kann. Von Heubettchen über Minihäuser ist alles dabei.

Schon gewusst? Je mehr Verstecke Sie Ihren Wachteln anbieten, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine Ihrer Wachteln eine Naturbrut beginnt.

Natürlich können Sie Ihren kleinen Lieblingen auch sehr gern selbst Verstecke bauen. Sie können die o.g. Auswahl als Inspiration nehmen oder selbst kreativ werden. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Wachteln nicht gern Rampen nutzen und sich ihr Entdeckertrieb in Grenzen hält. Auch auf Verletzungsgefahren muss selbstverständlich geachtet werden.

Manchmal sorgen die einfachsten Dinge für die größte Begeisterung im Wachtelstall: Frische Äste von zum Beispiel Obstbäumen, Birke oder Haselnuss, ein Stück Stamm voller Ameisen oder der ausrangierte Weihnachtsbaum (OHNE Dekoreste!) lassen das Wachtelherz höher schlagen.

Also:

  • Wachteln brauchen unbedingt Verstecke. Sonst kann es sogar zur Verhaltensanomalien kommen.
  • Nicht zu sparsam mit Verstecken sein. Die Wachteln sollen sich wirklich zurückziehen können.
  • Es gibt eine große Auswahl zu kaufen.
  • Man kann gern auch selbst kreativ werden.

Ach und nicht vergessen: Es muss noch möglich sein, die Eier zu finden.

Liebe Grüße

Ihr WachtelGold-Team