Sägespäne, Heu oder Buchenhack – welche Einstreu eignet sich für Wachteln?

Die Auswahl an Einstreu für Wachteln ist mittlerweile riesig. Ob ganz klassische Einstreu oder welche speziell für Wachteln – bei dieser Vielfalt verliert man leicht den Überblick. Wir haben die wichtigsten Einstreusorten aufgezählt und zeigen, welches Einstreu für welche Zwecke gut ist.

Pellets als Einstreu für Wachteln

Pelletierte Einstreusorten wie unser Premium Geflügel-Einstreu haben viele Vorteile. Sie bestehen aus gehäckseltem Stroh und haben so die von Stroh bekannte und bewährte starke Saugfähigkeit. Problematisch bei Stroh als Einstreu für Wachteln ist allerdings, dass Stroh recht grob für die kleinen Tiere ist. Dies kann zu Verletzungen führen. Daher erfreut sich die gehäckselte Form wachsender Beliebtheit. Durch die Anwendung von hohem Druck und Temperaturen können auch Risikofaktoren wie Keime zuverlässig eliminiert werden. Besonders für junge Tiere, die noch kein ausgeprägtes Immunsystem haben, oder für verletzte Tiere ist das ein großer Vorteil.

Und zu guter Letzt ist pelletiertes Geflügeleinstreu staubarm, was die Lungen von Ihnen und Ihren Tieren schützt. Wie jedes Einstreu für Wachteln sollte auch Einstreu wie unser Premium Geflügel-Einstreu scharrfähig sein, damit der natürliche Bewegungsapparat und das natürliche Verhalten der Tiere gefördert werden. Denn nur, wenn die Haltungsbedingungen den natürlichen Habitus der Tiere entsprechen, haben Sie glückliche und entspannte Wachteln.

Welches Stroh eignet sich als Einstreu für Wachteln?

Wer denkt, dass Stroh gleich Stroh ist, liegt weit daneben. Es gibt ein Stroh, was besonders im Punkt Saugfähigkeit die Nase ganz weit vorne hat: Leinenstroh. Seine Saugfähigkeit ist 12 Mal höher als die von normalem Stroh und liegt auch weit vor der von Holzspänen. Diese Eigenschaft verringert auch den Ammoniakgeruch im Stall und schont so die Atemwege. Selbstverständlich muss aber auch bei Leinenstroh darauf geachtet werden, dass die Halme auf eine den Tieren angemessene Größe reduziert wurden. Dies fördert auch die Scharrfähigkeit.

Leinenstroh hat sich bei uns auch besonders gut bei kranken Tieren bewährt. Dadurch, dass es außergewöhnlich weich ist, kann hier jeder kranke Pieps gemütlich und ganz in Ruhe gesund werden. Oft werden wir gefragt, ob wir denn überhaupt „normales“ Stroh verwenden. Ja tun wir, aber nicht für den alltäglichen Bedarf. Normales Stroh verwenden wir beispielsweise im Winter, um unseren Wachteln kuschelige Ecken gegen die Kälte zu bauen.

Warum Buchenhack als Einstreu eine tolle Alternative ist

Buchenhack unterscheidet sich sicherlich stark von dem, was man im klassischen Sinne unter Einstreu versteht. Trotzdem hat es sich besonders in der Volierenhaltung und der Kükenaufzucht sehr bewährt! Somit ist es nicht nur für Legewachteln, sondern auch für Zierwachteln wie Kalifornische Schopfwachteln oder Schuppenwachteln hervorragend geeignet. Durch seine grobe Struktur ist es komplett staubfrei, dabei aber trotzdem sehr saugfähig. Bitte achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass es sich um naturbelassenes Holz handelt und dass keinerlei chemische Zusätze verwendet wurden. Da zwar ein Scharren problemlos möglich ist, aber kein klassisches Baden der Tiere, sollte zu Buchenhack noch ein „badetaugliches“ Einstreu verwendet werden.

Zudem empfehlen wir Buchenhack als hervorragende Einstreu für Wachtelküken! Die Stücke sind so groß, dass sie nicht versehentlich von den kleinen Küken aufgepickt und gegessen werden – wie es leider mit vielen anderen Einstreu-Arten passiert. Auch verhindert das Buchenhack Spreizbeine, da die kleinen Küken stabil darauf stehen können.

Pinienrinde statt Rindenmulch im Wachtelstall!

Pinienrinde ist eine enorme Bereicherung für den Wachtelstall oder die -Voliere. Sie ist sehr saugfähig und scharrfähig und von Natur aus staubarm. Der fantastische Duft verbessert das Stallklima merklich. Bei uns hat sich Pinienrinde besonders bei den Tränken bewährt und ist für mich dort nicht mehr wegzudenken. Es kommt kaum noch zu Verunreinigungen der Tränken. Wie beim Buchenhack muss auch bei der Pinienrinde darauf geachtet werden, dass es sich um ein reines Naturprodukt handelt, ohne jegliche chemische Zusätze.

Was absolut keine Alternative zu Pinienrinde ist, aber leider oft aufgrund des günstigeren Preises genommen wird, ist Rindenmulch. Rindenmulch eignet sich auf keinen Fall als Einstreu für Wachteln – und dafür war es natürlich auch nie gedacht. Rindenmulch soll in Gärten und auf Beeten schön aussehen und gegen Unkraut wirken.

Deswegen ist Rindenmulch keine passende Einstreu:

  • Der pH-Wert: Rindenmulch erzeugt ein leicht saures Milieu. Super gegen Unkraut. Ganz doof für kleine, zarte Wachtelfüße.

  • Rindenmulch ist beim Öffnen des Sackes sehr feucht. Hier fühlen sich Schimmelpilze so richtig wohl! Häufig sieht man einzelne Stückchen, die komplett „eingeschimmelt“ sind. Vertreter des Aspergillus fumigatus, Talaromyces, Arten der Mucorales und noch viele weitere haarige, pilzige Freunde tummeln sich hier. Wer diesen Cocktail à la Fungi seinen Wachteln ersparen möchte, sollte auf Rindenmulch verzichten.

  • Da das feuchte und warme Milieu von Rindenmulch für Pilze, Bakterien und andere Lebewesen die perfekte Lebensgrundlage ist, verwenden immer mehr Hersteller von Rindenmulch diverse Chemikalien, keimhemmende Mittel und Insektizide. Das sollten Sie nicht nur Ihren Tieren, sondern auch sich selbst (z.B. über den Verzehr der Eier) ersparen.

Der Klassiker: Holzspäne im Wachtelstall

Holzspäne sind sicherlich ein absoluter Klassiker beim Einstreuen von Ställen. Egal, ob für Kaninchen, Wachteln oder Pferd – Holzspäne werden oft als Allrounder angesehen. Speziell für Wachteln haben Holzspäne zwar sicherlich auch viele positive Eigenschaften wie Saugfähigkeit und Geruchsbindung, können aber den anderen aufgeführten Einstreu-Alternativen unserer Meinung nach nicht vollends das Wasser reichen. Wir verwenden Holzspäne besonders gern im Winter, um eine zusätzliche isolierende Schicht unter dem Haupteinstreu zu haben.

Fazit:

Wachteln brauchen für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse auch unterschiedliche Einstreu, um glücklich zu sein. Wir empfehlen, im Wachtel-Zuhause unterschiedliche Bereiche einzurichten, die man mit der jeweils passenden Einstreu befüllt. Wir bieten hier nur Einstreu an, von der wir auch selbst vollends überzeugt sind und selbst verwenden. Alle unsere Einstreuarten finden Sie hier.

Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich sehr gerne auch persönlich zur Verfügung!

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