Spiel, Spaß und Abwechslung – 10 Tipps wie Sie den Alltag Ihrer Wachteln aufpeppen!

1 Körnchen picken, 2 Schritte nach rechts, 1 Schritt nach links… 1 Körnchen picken, 1 Schritt nach rechts, 2 Schritte nach links… 1 Körnchen…
Langweilig? Richtig, auch für Wachteln! Damit Sie ausgeglichene Tiere haben und die Tiere untereinander keine Aggressionen entwickeln, ist es neben einer Unterkunft mit vielen Versteckmöglichkeiten wichtig, Ihren Tieren auch beim Füttern Spiel, Spaß und Abwechslung zu bieten. So können Sie auch den Kopf Ihrer Tiere fördern und die geistigen Fähigkeiten schulen. Selbstverständlich ist jede Gruppe und jedes Tier anders. Highlights für die einen können total langweilig für die anderen sein. Einfach loslegen und ausprobieren, was zu Ihnen und Ihren Wachteln passt.

Abwechslung mit alltäglichem Futter

Auch beim regulären Fütterungsalltag kann man mit kleinen Veränderungen bereits Abwechslung und Spannung in das Wachtelleben bringen.

Wichtig ist dabei: Weniger ist oft mehr. Sinn und Zweck sind glückliche Wachteln, was auch bedeutet, dass man sie nicht komplett aus ihrer gewohnten Routine reißen darf. Also lieber einen Tipp nach dem anderen ausprobieren und nicht mehreres auf einmal.

  1. Besonders wenn man mit praktischen Futterspendern arbeitet, die je nach Verhältnis Spender/Tiere auch nicht jeden Tag nachgefüllt werden müssen, geht schnell die persönliche Note beim Füttern verloren. Versuchen Sie Ihre Tiere zur Abwechslung mal aus einem kleinen Schälchen, was Sie in der Hand halten oder direkt Ihrer Hand zu füttern. Je nachdem wie zutraulich die Tiere sind, kann es Sekunden, Minuten oder Tage dauern, bis das Vorhaben so klappt, wie es soll. Aber so müssen die Wachteln nicht nur ihre Scheu überwinden, sondern Sie haben gleichzeitig etwas Gutes für Ihre Bindung getan.
  2. Wie gut Mehl und Wasser zusammen kleben, weiß jeder, der sich schon einmal gedacht hat „Ach, die Teigschüssel wasche ich später ab.“ Böser Fehler… Für unsere Wachteln können wir uns das aber zunutze machen. Einfach ein wenig buntes und interessantes Futter nehmen (Wir empfehlen hier unser Wachtel-Shop Spezial.), mit ein wenig Mehl und Wasser mischen, in eine Form geben und entweder in der Sonne oder im Ofen trocknen lassen. Wir haben hierfür Silikonformen genommen, da man da die getrockneten Formen am besten rauslösen kann, ohne, dass etwas bricht. Nach Belieben kann man auch das Ende einer Schnur an die Seite mit einarbeiten, sodass man die getrockneten Formen aufhängen kann. Unsere Wachteln lieben das Picken daran. Und so wird nicht nur ihr Kopf gefördert, sondern es ist auch gut für die Schnäbel der Tiere.
  3. Futterverstecke sind bei uns auch ein Dauerhit. Ob ein Tannenast oder ein Haselnusszweig genommen wird oder einfach kleine Schüsselchen versteckt werden ist dabei egal. Die Freude ist immer riesig, wenn so etwas gefunden wird. Hierbei sollten aber kein Frischfutter verwendet werden, da es ggf. anfängt zu faulen bevor es gefunden wird.

Abwechslung mit Snacks und Co.

  1. Wachteln lieben frisches Gemüse und Obst. Einfach längs halbierte Gurken oder Zucchini oder geriebene Möhrchen anbieten und die kleinen Wachtelherzchen sind entzückt 🙂 Ein paar unserer Wachteln lieben es auch halbierte Kürbisse auszuhöhlen.
  2. Der Zufall bringt doch oft die besten Ideen hervor. Und so ist der Leckerliball von unserem Hund Tupf irgendwann zum Wachtelfutter gerollt. Kurze Zeit später war ein mit Mehlwürmern gefüllter Leckerliball DAS Highlight in unserem Wachtelstall!
  3. Wer es noch ein wenig komplexer mag, kann es mit einem Tunnelsystem probieren. Einfach eine viereckige Röhre aus Holzlatten bauen. Wir haben zwischendurch immer wieder Abschnitte mit Plexiglas ersetzt, damit die Kleinen auch genug sehen. Große (Ein- und Ausgänge) und kleine Löcher einfräsen und die kleinen Löcher mit Leckereien füllen. Das macht zwar ein wenig mehr Arbeit, aber wird auch sicherlich niemals out.
  4. Dass Not ja bekanntlich erfinderisch macht, hat auch seine guten Seiten. Unsere Wachteln lieben es, von unserem Schilf die Blattläuse zu knabbern. Also von ungiftigen (!) Schädlingen befallene ungiftige (!) Pflanzen einfach abknabbern lassen.
  5. Wer einen Garten hat kennt das Problem: Manche Pflanzen und Kräuter wachsen als gäbe es kein Morgen und andere denken sich ohne ersichtlichen Grund „Nö, es ist mir 0,5°C zu kalt und der PH-Wert 0,003 zu tief… Ich gehe jetzt mal ein.“ Kräuter, die wir zu viel haben, sind einer der beliebtesten Snacks für unsere Wachteln. Wir hängen sie zu Sträußen gebunden in den Stall. Aber auch Stadt- oder Balkonwachteln freuen sich über ein kleines Kräutertöpfchen! Und das beste: Man schmeckt es bei regelmäßiger Gabe sogar bei den Eiern.
  6. Was bei Wachteln irgendwie einfacher zu sein scheint als bei uns: Naschen kann auch gesund sein. Gesund, vielseitig und super spannend ist beispielsweise Kolbenhirse. Ob man sie ins Gatter steckt, wie wir in einen alten Strohhut, an Ästen befestigt oder oder oder… diese gesunde Nascherei begeistert Wachteln und Halter gleichermaßen.
  7. Zum Schluss der absolute Dauerbrenner für unsere Wachteln: gefüllte Muschelketten. Vor Jahren hatte ich einmal Muschelketten im Badezimmer als Deko. Ganz schlicht aufgefädelte Muscheln. Diese Muschelketten sind nun der Renner in Wahtelhausen. Ich vermische den Seamix Snack mit ein wenig Mehl und Wasser (wie oben schon beschrieben), streiche das in die Muscheln und lasse das ganze im Backofen gut durchtrocknen. Fertig! Schon beim Aufhängen im Wachtelstall werden die Muschelkette und ich nervös angepickt, weil die Kleinen endlich ran wollen 😀

Fantasie kennt keine Grenzen

Sicherlich gibt es noch ganz viele Möglichkeiten und Ideen, wie man den Alltag unserer geliebten Minihühnchen verschönern kann. Sie haben noch tolle Einfälle? Schicken Sie uns sehr gerne Ihre Ideen, am liebsten gleich mit Bildern, an info@wachtelgold.de und wir werden sie hier ergänzen!